Berlin Alexanderplatz – Areal mit Geschichte und Zukunft

Januar 25th, 2017

Einst und heute noch bildet der Ort, der im Volksmund "Alex" genannt wird, einen der zentralsten und lebendigsten Plätze Berlins. Er ist nicht nur der größte Platz von ganz Berlin, sondern gleichzeitig zentraler Verkehrsknotenpunkt in Berlin-Mitte.

Bild Alexanderplatz Hotel Berlin

Die Anfänge

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand um die damalige Residenzstadt eine Art Festungsring, bei dem mehrere Tore entstanden und sich verschiedene Märkte und Plätze etablieren konnten. Der Platz vor dem Georgentor hieß seit 1701 "Königs Thor Platz". 1805 erfolgte durch König Friedrich Wilhelm III anlässlich des Besuches von Zar Alexander I. die Umbenennung in Alexanderplatz, der sich schnell zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt entwickelte. Während der Revolution 1848 kam es dort zu Straßenkämpfen. Alexanderplatz 4 Sterne Hotel Berlin

Die Blütezeit

Berlin gewann zunehmend als Residenz- und Königsstadt an Bedeutung, sodass der "Alex" schon Mitte des 19. Jahrhunderts eine viergeschossige Bebauung erreichte. Nach der Reichsgründung 1871 entstanden das Grand Hotel, das Amtsgericht, Polizeipräsidium und die Zentralmarkthalle. Der Alexanderplatz hatte seine Blütezeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Errichtung großer Warenhäuser und gewann eine noch stärkere Bedeutung als Knotenpunkt für den Verkehr. Hier kreuzten sich drei U-Bahn-Linien, Fern- und S-Bahnen, Omnibusse, die Pferde und ab 1898 die elektrische Straßenbahn. Als ein Verkehrskollaps drohte, erfolgte 1929 eine Umgestaltung, bei dem das Alexanderhaus und das Berolinahaus entstanden. Literarisch wurde der Platz durch den 1929 erschienen Roman "Berlin-Alexanderplatz" von Alfred Döblin bekannt.  

Zerstörung und Wiederaufbau

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der größte Teil des Platzes zerstört und allmählich begann der der Wiederaufbau des gesamten Areals. Ziel war die Schaffung einer verkehrsgerechten Stadt, die durch großflächigen Abriss der Gebäuderuinen entstehen sollte. Die Teilung Berlins verhinderte jedoch die Umsetzung dieser Pläne und es entstanden neue Gebäude, die in Plattenbauweise errichtet wurden. 1958 beschloss der V. Parteitag der SED die Befreiung des Platzes vom Durchgangsverkehr. Eine Fußgängerzone in Form einer groß dimensionierten Platzfläche sollte den Aufenthalt verbessern. Es entstanden das Centrum-Warenhaus, das Interhotel Stadt Berlin, das Haus der Statistik, das Haus des Berliner Verlages, das Haus der Elektroindustrie und das Haus des Reisens. Hinzu kamen der Brunnen der Völkerfreundschaft und die Urania-Weltzeituhr. Der Platz verfügte nunmehr über eine Fläche von 80.000 Quadratmetern und wurde zum Treffpunkt vieler Berliner. Von dort zweigte die 125 Meter breite Karl-Marx-Allee ab, die für jährliche Paraden zur Feier der Gründung der DDR genutzt werden. 1969 wurde der Fernsehturm fertiggestellt, der zum neuen Wahrzeichen von Ost-Berlin wurde.  

Nach dem Mauerfall

Nach der Wiedervereinigung entsprach die sozialistische Stadtplanung nicht mehr der damaligen Denkweise. Es entstanden Pläne, die eine sieben- bis achtgeschossige Bebauung vorsah. Zudem sollten bis zu 150 Meter hohe Türme mit 42 Geschossen entstehen. Nach Beschlussfassung dieser Pläne 1994 wurde das Centrum-Warenhaus, in dem sich heute Galeria Kaufhof befindet, vergrößert. 2007 eröffnete das Alexa-Einkaufszentrum, das sich am Platz des früheren Polizeipräsidiums befindet. Der Platz wird heute durch den Fernsehturm, das denkmalgeschützte Berolina- und Alexanderhaus, die Kongresshalle, das Haus des Lehrers und zahlreiche weitere Gebäude geprägt. Mit einer Verkaufsfläche von über 35.000 Quadratmetern ist das Galeria Kaufhof eines der größten Warenhäuser Berlins. Jede der insgesamt sechs Etagen umfasst die Größe eines Fußballfeldes, die zum Shoppen einladen. Der Alex entwickelte sich auch zu einem der führenden Standorte für Hotels in der Bundeshauptstadt. Hier befindet sich unter anderem das Hotel Indigo Berlin-Alexanderplatz-Mitte, in dem Reisende professionellen und freundlichen Service, angenehmen Komfort sowie ein ausgeklügeltes Design vorfinden. In dem Boutique-Hotel befindet sich ein Restaurant, das Gäste mit einem hervorragenden Essen verwöhnt. Das Hotel ist von Shoppinggelegenheiten, zahlreichen Bars und Clubs, sowie Kultur- und Fashion-Highlights umgeben. Im Restaurant La Maison de L'entrecote erwarten Besucher eine vielfältige internationale Küche. Auf der Speisekarte befinden sich nicht nur Steaks, sondern auch andere Köstlichkeiten für jeden Geschmack.
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